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Cómpeta ist eine Gemeinde der Provinz Málaga im Nordosten der Comarca Axarquía, zu der sie gehört, etwa 60 km von Málaga und rund 27 km von Vélez-Málaga entfernt. Wegen seiner Lage am Fuß der Sierra Tejeda, auf rund 640 m über dem Meeresspiegel, und seines stark zerklüfteten Geländes wird der Ort auch „Balkon der Costa del Sol“ genannt. Die Gemeinde wird von den Flüssen Torrox und Chillar durchflossen, umfasst eine Fläche von etwa 54 km² und hat mehr als 3.800 Einwohner.
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Bis zum 15. Jahrhundert ist die Geschichte der Gemeinde nicht dokumentiert. Man nimmt jedoch an, dass es hier aufgrund der Lage zwischen den Provinzen Málaga und Granada, des Wasserreichtums, der natürlichen Unterschlüpfe in den Bergen und des römischen Ursprungs des Namens – Compita-Orum, lateinisch für „Wegkreuzung“ – einige menschliche Siedlungen gab. Bislang gibt es jedoch keine Funde, die das bestätigen.
Das erste Dokument, in dem Cómpeta erwähnt wird, stammt vom 29. April 1487 und betrifft die Übergabe der Dörfer der Gegend an die Katholischen Könige. Die Gegend war damals von Muslimen bewohnt, die vor allem Oliven und Wein anbauten und Seidenraupen züchteten.
Nach der Vertreibung der Morisken im Jahr 1609 und der Verteilung ihres Landes an christliche Siedler, die vor allem aus La Roda, Sevilla, Puente Genil und Estepa kamen, wuchsen die Einwohnerzahl des Ortes und die Erträge der verteilten Ländereien. Im 18. Jahrhundert umfasste die Anbaufläche mehr als 1.000 Hektar, auf denen Reben für Rosinen und Wein sowie Getreide im Trockenfeldbau angebaut wurden. Dieser Aufschwung hielt bis Ende des 19. Jahrhunderts an, als der Ort aus mehreren Gründen in eine Wirtschaftskrise geriet: eine Choleraepidemie, die die Bevölkerung dezimierte, ein Erdbeben, das im Jahr zuvor, 1884, einen Großteil des Dorfes zerstört hatte, und die Reblausplage, die die meisten Weinberge vernichtete. Mitte des 20. Jahrhunderts begann der Ort dank der landwirtschaftlichen Entwicklung, des Weinbaus und des aufkommenden Tourismus wieder aufzublühen und erreichte das 21. Jahrhundert mit recht guten Aussichten.

Hier die Highlights, die Sie bei Ihrem Besuch in Cómpeta nicht verpassen sollten:
Höhepunkt dieser Feierlichkeiten ist der Kreuzweg am Karfreitag, auch „Prozession der Männer“ genannt. Am Abend desselben Tages findet die „Prozession der Frauen“ statt, bei der das Bildnis der Schutzpatronin ausschließlich von Frauen begleitet wird.
Sie findet am 23., 24. und 25. Juli statt.
Sie wird am 15. August gefeiert und hat eine doppelte Bedeutung: eine religiöse, da an diesem Tag die Schutzpatronin des Dorfes gefeiert wird, und eine weitere, denn man feiert den Aufbruch der Bauern zur Weinlese.

Sie wurde zwischen 1505 und 1510 im Auftrag der Katholischen Könige erbaut und später restauriert. Der Innenraum ist dreischiffig; in den Seitenschiffen befinden sich mehrere Altäre, darunter die barocken Altäre des Cristo del Calvario und des Cristo de La Columna. Den Hauptaltar ziert ein Fresko der Himmelfahrt Mariens, das der Maler Francisco Hernández 1972 schuf. Das Erdbeben von 1884 zerstörte einen Teil der Hauptfassade und den alten Turm, die beide später wieder aufgebaut wurden. Besonders eindrucksvoll ist das Ensemble dank des prächtigen, 35 m hohen Turms im neomudéjaren Stil aus ockerfarbenem Sichtziegel mit vier Geschossen, deren oberstes einen kleinen, von einer Kuppel bekrönten Tempel bildet. Die Kirche wird auch „Kathedrale der Axarquía“ genannt.
Unbestätigten Hinweisen zufolge war sie die erste Kirche, die nach der Vertreibung der Morisken im 16. Jahrhundert gebaut wurde. Hier wird das Bildnis des Schutzpatrons des Ortes, des heiligen Sebastian, verehrt. Die Kapelle hat einen quadratischen Grundriss und sehr schlichte Linien; die Fassade mit Rundbogen wird von einer Nische mit einer Figur des Heiligen gekrönt.
Kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert mit einem einzigen rechteckigen Schiff. Das Retabel im Inneren wird von einer Holzfigur des heiligen Antonius und von einem der am meisten verehrten Bildnisse der Gemeinde, „la Borriquita“, beherrscht.
Der zum nationalen Großwild-Jagdreservat erklärte Park liegt zwischen den Provinzen Málaga und Granada und erstreckt sich über mehr als 40.000 Hektar. Im Park gibt es zahlreiche Wanderwege, 9 davon auf dem Gemeindegebiet von Cómpeta.

Cómpeta ist weltweit für seine Rosinen und seine Muskatellerweine bekannt, halbsüß und trocken. Zu den typischen Gerichten gehören Potaje de hinojos (Fencheleintopf), frittierter Kürbis, Asadura a lo pastoril, Lomo al ajillo und Migas.

3 Sterne, c/ San Antonio 1, Tel. 952 553 535.
2 Sterne, Casa de la Nina s/n, Tel. 687 564 525.
Landhotel, c/ Lomilla 85, Tel. 952 516 294.