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Malaga Reiseführer von Marbesol. ⭐ Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten in Frigiliana und Umgebung. ✅ Völlig kostenlos! ✅
Mit Blick auf das Mittelmeer liegen an den Ausläufern der Sierra de Almijara, rund 430 m über dem Meeresspiegel, die weiß gekalkten Häuser des Bergdorfs Frigiliana.
Dieses reizende „Pueblo Blanco“ (weißes Dorf) liegt nur 7 km nördlich von Nerja. Nach der Landung am internationalen Flughafen Málaga, 55 km westlich von Nerja, brauchen Sie etwa eine Stunde, bis Sie die Gassen von Frigiliana erreichen.
Vor Ort bewegen Sie sich zu Fuß oder auf dem Rücken eines Maultiers fort, denn die Straßen sind sehr eng. Unterwegs entdecken Sie kuriose Brunnen (haben Sie schon einmal einen Brunnen gesehen, der mitten auf dem Weg zugleich als Laterne dient?), eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, steile Gassen, Museen, das Rathaus, eine Honigfabrik und weitere alte Bauwerke.
Auch wenn die meisten erhaltenen alten Bauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen, reicht die erste Besiedlung der Umgebung bis 3.000 Jahre v. Chr. zurück. Seinen Namen verdankt das Dorf den Römern, die um 206 v. Chr. in die Gegend kamen.
Lesen Sie weiter und entdecken Sie die schönsten Ecken von Frigiliana.

Schon in prähistorischer Zeit streiften Menschen durch die Umgebung von Frigiliana. Das belegen Funde aus der Zeit um 3000 v. Chr. in der Cueva de los Murciélagos (Fledermaushöhle).
Die Nähe des Río Higuerón, der ebenfalls dicht an der Höhle vorbeifließt, erklärt zum großen Teil, warum sich prähistorische Nomaden in dieser Gegend aufhielten. Ein richtiges Dorf entstand hier jedoch zunächst nicht.
Es sollte fast 3000 Jahre dauern, bis sich mit den Phöniziern und Römern die ersten organisierten Zivilisationen in diesem Gebiet niederließen. Die Römer kamen ab 206 v. Chr., und man geht allgemein davon aus, dass sie den Ort „Frexinius ana“ nannten, also „das Dorf des Frexinius“. Wer Frexinius wirklich war, weiß allerdings niemand.
711 n. Chr. kamen erstmals die Araber und errichteten unter der Führung von Omar Ben Hafsun eine Festung im Dorf. Als 1485 die christlichen Truppen eintrafen, ergaben sich die Dorfbewohner friedlich. Viele traten sogar zum Christentum über und wurden fortan Morisken genannt.
Die Unterdrückung durch die christlichen Machthaber trieb die Mauren jedoch zum Aufstand in den Alpujarras von Granada. Obwohl diese Aufständischen rasch niedergeschlagen wurden, verschanzten sich rund 7.000 Morisken aus der Axarquía, die auf versprochene Verstärkung aus Afrika vertrauten, auf El Fuerte de Frigiliana. Die Verstärkung kam nie, und die Mauren leisteten dort ihren letzten Widerstand.
Auf Befehl des Statthalters von Vélez-Málaga begann am 28. Mai 1569 die erste Angriffswelle. Zunächst konnten die Aufständischen die ersten Angriffe abwehren, doch die 6.000 Mann starken christlichen Truppen überwältigten die abgerissenen Araber schon bald. Am 11. Juni 1569 wurde die Rebellion schließlich brutal niedergeschlagen: 2.000 Mauren kamen ums Leben, und die Burg wurde vollständig niedergebrannt.
Im folgenden Jahr, 1570, wurden die Mauren vertrieben und ihr Land unter Christen aus Granada und Valencia aufgeteilt.
Der Legende nach sprangen viele der in der letzten Schlacht Getöteten in Wirklichkeit von den Mauern, um nicht gefangen genommen zu werden, und ihre Knochen finden sich noch heute auf dem nahen Hügel.
Heute erinnert im Dorf nichts mehr an diese gewaltsame Vergangenheit, nicht einmal die Burg. Stattdessen herrscht eine bezaubernde Atmosphäre, die Besucher schon bei den ersten Schritten durch die steilen Gassen von Frigiliana in ihren Bann zieht.

Frigiliana besitzt ein reiches maurisches Erbe, denn schon Anfang des 8. Jahrhunderts n. Chr. wurde es von den Mauren besiedelt. 1485 übernahmen die Christen die Herrschaft, gewährten den Mauren nur eingeschränkte Rechte und unterdrückten sie stark. Es kam zu einem Aufstand, der 1569 mit einer blutigen Schlacht auf einem nahen Hügel, El Fuerte, endete und die Mauren der Axarquía vollständig besiegt zurückließ. Die arabische Prägung hat die Zeit dennoch überdauert.
Zwischen den alten Gebäuden verstecken sich einladende Restaurants, faszinierende Läden und gemütliche Hotels mit spektakulärer Aussicht. Tatsächlich bietet fast alles im Dorf, von den Gassen bis zur umliegenden Landschaft, wunderbare Fotomotive.
Wie jedes typische Bergdorf ist Frigiliana von abschüssigen Straßen durchzogen, viele davon recht steil. Besucher sollten deshalb beim Spazierengehen besonders vorsichtig sein, vor allem an Regentagen.
Gerade an solchen Regentagen bieten die Gerichte Frigilianas, von Mehlfladen über frischen Mittelmeerfisch bis hin zu Chorizo und vielem mehr, zusammen mit dem vor Ort erzeugten Wein kurioserweise das köstlichste kulinarische Erlebnis, das man sich vorstellen kann.

Das ganze Dorf Frigiliana und seine Umgebung sind ein großes Museum. Entlang der steilen, engen und verwinkelten Gassen entdecken Sie Gebäude, Läden, Töpfe und Keramiken, die eine interessante Mischung aus christlicher und muslimischer Kultur widerspiegeln.
Hier einige Orte, an denen Sie die Denkmäler und Museen Frigilianas kennenlernen können.
Hier sollten Sie am besten beginnen, um sich einen ersten Überblick über das Dorf zu verschaffen. Sie finden hier ein archäologisches Museum mit einer Keramiksammlung, die die Geschichte des Ortes erzählt. Im selben Gebäude sind auch die Stadtbibliothek und die Touristeninformation untergebracht.
Dieses Gotteshaus ist die Hauptkirche des Dorfes. Auch wenn der Ort seine maurische Vergangenheit bewahrt hat, sind die Einwohner überwiegend Christen. Die Kirche wurde übrigens genau an der Stelle einer früheren Moschee errichtet.
Das heute als einzige noch arbeitende Melassefabrik Europas bekannte Gebäude ist Teil der reichen Geschichte Frigilianas. El Ingenio ist eng mit der sozialen und wirtschaftlichen Vergangenheit des Ortes verbunden, wie die alten Werkzeuge, Dokumente, Tafeln, Bauteile und Anlagen zeigen, die hier zu sehen sind.
Dieses Denkmal Frigilianas war das Wappen der Grafenfamilie, die einst über die Gegend herrschte.
Dieser rechteckige Hof diente dem Betrieb der Zuckerfabrik. Hier befanden sich ein Stall und ein Lager für Vorräte.
Die „Cueva de los Murciélagos“ ist die Fundstelle sehr alter Überreste, die beweisen, dass die Gegend schon in prähistorischer Zeit bewohnt war.
Genau genommen finden Sie hier die Überreste der arabischen Burg, in der die Mauren ihren letzten Widerstand leisteten. Da die Burg vollständig niedergebrannt wurde, sehen Sie nur noch ein paar Steine. Der Legende nach sprangen viele besiegte Mauren in der letzten Schlacht von ihren Mauern in den Tod, und ihre Knochen finden sich noch heute in der Umgebung.
Hier finden Sie die am besten erhaltenen arabischen Bauten der Provinz Málaga. Zu sehen sind zwölf Keramiktafeln, die die Schlacht am Felsen schildern, jene letzte Schlacht, von der oben die Rede war.

Frigiliana zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus muslimischer und christlicher Kultur aus. Architektur und Kunst arabischen Ursprungs sind noch deutlich zu erkennen. Seit der Niederlage der Mauren am Fuerte de Frigiliana 1569 und der Vertreibung der letzten von ihnen sind Bräuche, Veranstaltungen und Freizeitangebote des Ortes jedoch ganz christlich geprägt.
Die wichtigsten Ereignisse finden natürlich in der Karwoche statt, die die feierlichsten Traditionen des Christentums vereint: Palmsonntag, Karfreitag und Ostersonntag.
Am Palmsonntag segnet der Priester während der Messe in der Kirche San Antonio de Padua Palmblätter und Olivenzweige. Anschließend zieht eine Prozession mit den Zweigen durch die verwinkelten Gassen des Dorfes.
Der Karfreitag, an dem des Todes Jesu gedacht wird, ist der feierlichste Tag von allen. In ganz Frigiliana herrscht tiefe Trauer, die bis Samstagabend anhält.
Am Ostersonntag bricht im Dorf Freude aus, um die Auferstehung Jesu zu feiern. Die Balkone werden mit den schönsten Tagesdecken geschmückt, und Rosenblätter werden auf den Boden gestreut.
Im Gegensatz zur Stimmung des vorangegangenen Freitags steht der Ostersonntag ganz im Zeichen der Freude.
Im Mai ist das wichtigste Fest das der Cruces de Mayo (Maikreuze), eine Hommage an die Blütezeit. Während Straßen und Plätze Frigilianas mit prächtigen Blumen geschmückt werden (manche in Kreuzform angeordnet), lädt man die Besucher zu einem Festmahl mit Schweinefleisch, Marchochas, Tortillas, Arropías und anderen lokalen Spezialitäten ein. Groß und Klein sollten sich die köstlichen, mit Zuckerrohrhonig überzogenen Süßigkeiten nicht entgehen lassen.
Tanz und Musik beginnen meist am späten Nachmittag und dauern die ganze Nacht bis zum Morgengrauen des nächsten Tages.
Jedes Jahr am 13. Juni feiert Frigiliana das Fest seines Schutzpatrons, des heiligen Antonius von Padua. An diesem Tag wird die Figur des San Antonio in einer Prozession durch die Straßen getragen. Die Feierlichkeiten dauern in der Regel 5 Tage und bieten Konzerte, Wettbewerbe und die Wahl der Festkönigin. Den Abschluss bildet ein prächtiges Feuerwerk.

Die Restaurants in Frigiliana sind vor allem für ihren Panoramablick auf die umliegende Landschaft, das Dorf und das Mittelmeer bekannt. Hier eine Liste unserer Lieblingsadressen, die gutes Essen, ausgezeichneten Service und ein reizvolles Ambiente vereinen.
Restaurante El Jardín: Auf einem Hügel mit Blick auf die weißen Häuser von Frigiliana bietet dieses Restaurant Tische im Freien, jeder im Schatten eines exotischen Sonnenschirms. Auch wenn praktisch alle Gerichte auf der Karte köstlich sind, empfehlen wir Ihnen die Tapas. Vergessen Sie nicht, dazu einen Mojito zu bestellen. Aber trinken Sie nicht zu viel, sonst kullern Sie auf dem Rückweg den Hügel hinunter!
Sie sind ein Fan von Tapas? Hier finden Sie einen angenehmen Ort, um eine etwas andere Variante dieser spanischen Spezialitäten zu genießen. Nach dem Essen können Sie einen Café La Fuente trinken und dabei die entspannte Atmosphäre genießen.
Im Balcón de Frigiliana, einem fantastischen Restaurant mit herrlicher Aussicht, verwöhnt ein englischer Koch Ihren Gaumen mit seiner ganz eigenen Interpretation der spanischen Küche. Mein Lieblingsgericht: Ochsenschwanz.
Sie suchen italienische Küche in der Altstadt von Frigiliana? La Tahona serviert Ihnen Tapas, Pizza und Bier für ein originelles kulinarisches Erlebnis.
Wenn Sie in Frigiliana einen fantastischen Blick auf das Mittelmeer genießen, sollten Sie auch die mediterrane Küche probieren. Dafür ist das Romántica die ideale Adresse. Bewundern Sie den Sonnenuntergang und runden Sie Ihr Abendessen mit einem Karamellpudding ab.
Ob auf der Terrasse oder im Speisesaal: Das Adarve bietet die Atmosphäre eines gemütlichen Restaurants, in dem Sie seinen hervorragenden andalusischen Gazpacho, seinen Wein und seine hausgemachte Eiscreme genießen können.
An Restaurants mit beeindruckender Aussicht mangelt es in Frigiliana nicht. Von seiner Terrasse aus bietet das Ingenio einen der malerischsten Blicke auf die Schlucht und das Mittelmeer.
Natürlich gibt es in Frigiliana noch viel mehr Restaurants mit ganz eigenen Vorzügen, als auf diese Seite passen, aber mit dieser Liste haben Sie schon einmal eine gute Auswahl.

Wie alle Betriebe im Dorf bieten auch die Hotels in Frigiliana als Zugabe das angenehme Klima der Costa del Sol und beeindruckende Landschaften. Mit herrlichem Blick auf das Mittelmeer, das Umland oder das Dorf selbst kann man sich kaum Schöneres vorstellen.
Große, glitzernde Hotels sollten Sie im Dorf nicht erwarten: Es gibt keine. Schließlich geht es darum, die alte, rustikale und erholsame Atmosphäre des Ortes zu genießen. Moderne Bauten würden sie nur zerstören.
Die meisten Besucher kommen für einen Tagesausflug und übernachten in Nerja oder Málaga. Wenn Sie aber wirklich im Dorf übernachten möchten, kommen diese Hotels in Frigiliana in Frage:
Das Hotel in der Calle San Sebastián bietet Frühstücksbuffet, bequeme Betten, WLAN, Fernseher, einen kleinen Balkon und ein Restaurant. Wenn Sie lieber woanders essen möchten, können Sie ins Romántica gehen, das nur wenige Schritte vom Hotel entfernt ausgezeichnete mediterrane Küche serviert.
Dieses Haus liegt ideal in der Nähe des Küstenorts Nerja. So sind Sie näher an Supermärkten, breiteren Straßen, Geschäften und dem Flughafen Málaga.
Mit Außenpool, komfortablen Zimmern, guter Küche und herrlicher Aussicht ist dies eine ausgezeichnete Unterkunft. Beachten Sie aber, dass sie nur zu Fuß über eine sehr steile Straße zu erreichen ist. Wenn Sie gut in Form sind und es Ihnen nichts ausmacht, in der prallen Sonne zu laufen, können wir sie Ihnen wärmstens empfehlen.
Ein kleines, gemütliches Hotel mit Außenpool, umgeben von einer Gemeinschaftsterrasse mit Blick ins Grüne. Für alle, die nicht ganz von der Arbeit abschalten können, gibt es Fax und Kopierer sowie kostenloses WLAN.
Wenn Sie etwas mehr Privatsphäre suchen, wohnen Sie vielleicht lieber in einer Ferienvilla in der Umgebung oder in einer Ferienwohnung. Nicht dass die Hotels in Frigiliana wenig Privatsphäre böten: Manche wünschen sich einfach eine familiärere Atmosphäre. Falls das auf Sie zutrifft, wissen Sie nun, dass es auch andere Möglichkeiten gibt.

Einige Ferienvillen und Ferienwohnungen rund um Frigiliana bieten einen Einkaufsservice an: Gegen Aufpreis erledigen die Hausverwalter die Einkäufe für Sie. Sie können sie zum Beispiel bitten, Kaffee, Toastbrot, Eier, Wasser, Croissants oder andere Produkte zu besorgen.
Diese Kosten lassen sich jedoch sparen. Eine typische Ferienunterkunft verfügt über eine Küche und einen Essbereich mit Kochutensilien und Besteck; eine Unterkunft, in der Sie selbst kochen können, ist daher vielleicht die bessere Wahl. Selbstversorgung, in Ferienunterkünften ganz üblich, lässt Ihnen alle Freiheit, einzukaufen, was Sie brauchen. Ein weiterer Vorteil: Wenn Sie in der Umgebung einkaufen, lernen Sie den Ort besser kennen und schließen vielleicht sogar Freundschaft mit Einheimischen.
Wenn Sie einkaufen gehen, empfehlen wir Ihnen zwei Produkte für Ihre Liste: Olivenöl und Muskatellerwein, zwei Spezialitäten aus Frigiliana. Das Olivenöl aus Frigiliana wirkt in der Küche wahre Wunder, und der Muskatellerwein ist ein einzigartiges Getränk, das sich kein Tourist entgehen lassen sollte.
Einkaufen in Frigiliana bedeutet fast immer Souvenirs kaufen: Töpferwaren und Keramik, Buntglas, Gemälde, Schürzen und natürlich die üblichen T-Shirts und Postkarten. Für größere Einkäufe müssen Sie ins nahe Nerja hinunterfahren, wo die Supermärkte eine größere Auswahl bieten.
Nerja ist nur 7 km entfernt, Sie sind also in weniger als 20 Minuten dort. Von Frigiliana aus sind die nächsten Supermärkte Mercadona, Hipersol und MAS. Wenn Ihnen 30 Minuten zusätzliche Autofahrt nichts ausmachen, können Sie in Richtung Vélez-Málaga zum Einkaufszentrum Ingenio fahren. Dort finden Sie Geschäfte, Fast-Food-Restaurants, einen großen Verbrauchermarkt und alle möglichen Läden.
